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Verblasste Spuren

Obermayer German Jewish History Award 2015 

Landrat Rydzewski: Freistaat unzuverlässigster Partner

Am vergangenen Donnerstag fand auf Einladung der OTZ in Starkenberg ein Forum zur Zukunft des Flugplatzes statt, dem ich beigewohnt habe. Dabei waren sich am Anfang alle Podiumsgäste (auch der Landrat) einig, dass ein Einstieg oder zumindest eine finanzielle Unterstützung seitens des Freistaats Thüringen erforderlich ist.

 

Um so verwunderlicher war die spätere Aussage des Landrats Sieghardt Rydzewski, dass der Freistaat "der unzuverlässigste Partner" sei, den man sich wünschen kann und er lieber mit einem privaten Investor arbeiten würde. Meine Nachfrage, ob eine solche Äußerung in öffentlicher Diskussion nicht hinderlich für eventuelle Verhandlungen mit dem Freistaat sei, quittierte der Aufsichtsratsvorsitzende der FAN GmbH mit der Gegenfrage, ob die Nichteinhaltung von Zusagen seitens des Freistaats förderlich für den Flugplatz sind. Eine Antwort auf meine Frage jedenfalls blieb mir der Landrat schuldig.


Leider wurde das Zitat von Herrn Rydzewski nicht veröffentlicht, dafür war vom Landrat in der OTZ Folgendes zu lesen: "Landrat Sieghardt Rydzewski (parteilos): ... Ohne politischen und öffentlichen Druck geht es nicht. In Richtung Erfurt hilft nur Geschlossenheit." Es erscheint schon etwas seltsam, wenn man Geschlossenheit einfordert und dann selbst den gewollten Geldgeber oder gar Mitgesellschafter als unzuverlässig bezeichnet.


Natürlich liegt es mir fern, die Nichteinhaltung von Zahlungszusagen (..., die ich auch nur durch öffentliche Verlautbarungen kenne,...) seitens des Freistaats zu entschuldigen, aber es gehört nicht viel dazu, um zu verstehen, dass man nicht jemanden öffentlich diskreditiert, der eigentlich für die Zukunft des Flugplatzes gebraucht wird. Nur um es klarzustellen: Auch ich denke, dass der Freistaat benötigt wird, wenn man über die Zukunft des Flugplatzes (egal in welcher Konstellation) nachdenkt. Ich jedenfalls glaube, dass es neben einem starken Partner in der Gesellschaft vor allem neue Ansätze für eine betriebswirtschaftliche(re) Betrachtung des Flugplatzes bedarf. Sich allein auf den Low-Cost-Sektor zu verlassen, halte ich persönlich für falsch.

Christian Repkewitz
Kreistagsmitglied